Baum des Jahres 2013 - Der Wildapfel
In diesem Jahr wurde vom Kuratorium "Baum des Jahres" der Wildapfel (Malus sylvestris) zum Baum des Jahres 2013 gewählt. Es ist die Urform der heute bekannten Kulturapfelsorten. Die Gattung der Äpfel gehört zur Familie der Rosengewächse. Sie ist mit etwa 25 echten Arten und zahlreichen Kreuzungen und Kultursorten in der nördlichen, gemäßigten Zone der Erde beheimatet. 
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   Die Verbreitung des Wildapfels reicht im Norden bis Großbritannien und Mittelskandinavien. Im Süden erreicht er das Mittelmeer, kommt jedoch im südwestlichen Bereich der iberischen Halbinsel nicht mehr vor. Die Tieflandgebiete Mitteleuropas gelten als sein Hauptverbreitungsgebiet. In den Alpen kommt er bis zu einer Höhe von 1.100 m  über NN vor. In Deutschland ist der Wildapfel eher selten vertreten. Dies liegt zum einen daran, dass seine natürlichen Standorte, er bevorzugt lichte Standorte wie Flussauen und die Nässegrenze des Waldes, durch den Eingriff des Menschen stark zurückgegangen sind und zum anderen daran, dass er fast keine wirtschaftliche Bedeutung hat und daher nicht gepflegt oder gefördert wurde.

   Der Wildapfel ist eine Halbschattenbaumart und wächst nur recht langsam. Der Baum oder Strauch kann jedoch bis zu zehn Meter hoch werden. Er besitzt fache Wurzeln, die ausgedehnt und weit verzweigt sind. Unter guten Bedingungen kann er einen Stammdurchmesser von 45 cm erreichen und bis zu 100 Jahre alt werden.

   Die Blütezeit ist im April/Mai.Die Bestäubungen der zwittrigen, fünfzähligen Blüten, die weiß oder rosa sind, geschieht durch Insekten. Die Blüte ist insgesamt nicht breiter als 3,5 cm. Die Früchte reifen von September bis Oktober und haben einen Durchmesser von 2 bis 3,5 cm, wobei das Kernhaus mehr als die Hälfte der Fruchtbreite ausmacht. Die Besonderheit hierbei ist, dass die Frucht kugelig ist. Ihre Farbe ist gelbgrün mit roter Backe. Sie sind herbsauer und holzig und werden daher meist gedörrt oder gekocht gegessen.

   Das Holz ist schwer, hart, sehr fest und webig elastisch. Bei der Verabreitung kann es leicht reißen, schwindet stark und ist wenig dauerhaft. Trotzdem wird es gerne von Drechslern und Tischlern verwendet. Der breite Splint ist hellrötlich, der Kern rotbraun.