Positionen
Ein Kompromiss

„Weil ich ein Määäädchen bin…“ – Männlein und Weiblein in Wort und Schrift der Bundesleitung


Geben wir es offen und ehrlich zu, in der Waldjugend gibt es mehr Jungs als Mädchen. Das ist ein Fakt, an dem wir rumdeuteln können, und den jeder angehende Gruppenleiter in seine Überlegungen, eine Gruppe zu eröffnen, aufnehmen kann. Nichtsdestotrotz haben die Mädchen einen ebenso wichtigen Stellenwert wie die Jungs in der Waldjugend.
Bereits im deutschen Grundgesetz, innerhalb dessen wir uns bewusst bewegen, ist es festgelegt, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Deshalb müssen wir uns alle Mühe geben, uns an diese Maßgabe zu halten, diese auch als Lebenswirklichkeit anerkennen und wertschätzen. Mädchen dürfen Holz hacken und Zelte aufbauen, Jungs ist es auch erlaubt zu kochen und basteln.
Dennoch gibt es einen Bereich, in dem es vielen sauer aufstößt, Gleichberechtigung in die Tat umzusetzen: in Sprache und Schrift. Obwohl sich gerade hier durch Wiederholungen Klischees und Benachteiligungen fortsetzen, fällt es durch die sperrigen Verlängerungen oder die nachteiligen Ästhetik des Binnen-i-s wie beispielsweise bei BewerberInnen schwer, sich für eine Gleichbehandlung zu motivieren.
Nach kontroversen Diskussionen hat sich die Bundeleitung für einen Kompromiss entschieden, der versucht, die Balance zwischen Lesbarkeit und Gleichberechtigung zu finden. So werden wir euch in Zukunft immer in Schriftstücken an euch mit „Waldläuferinnen und Waldläufer“ anreden und im Folgenden die männliche Form nennen, wobei wir jedoch auch an die Mädchen denken. Vollkommen zufriedenstellend ist das nicht, das ist klar und wohlmöglich nicht der Weisheit letzter Schluss. Wir sind offen für Anregungen und, liebe Mädchen, wie Lucilectric es schon in den 90ern sang: „Keine Widerrede, Mann, weil ich ja sowieso gewinn, weil ich ein Määäädchen bin“, lasst euch nicht die Butter vom Brot nehmen!


Horrido
Die Bundesleitung