SDW Aufruf: Sammeln von Kastanienlaub


Kastanienaktionstag am 8. November 2014

In diesem Jahr geht es den Kastanienbäumen wieder sehr schlecht. Ganze Straßenzüge, wie zum Beispiel in Bonn, sahen bereits im Juli vertrocknet aus. Die Blätter wurden vom Rand her braun, kräuselten sich und kurze Zeit verloren die Bäume die Blätter. Da es gegen den Schädling, die Kastanienminiermotte, leider keinen natürlichen Widersacher und auch keine Gegenmittel gibt, hilft nur das Eingreifen des Menschen.

14.10.2014 In diesem Jahr geht es den Kastanienbäumen wieder sehr schlecht. Ganze Straßenzüge, wie zum Beispiel in Bonn, sahen bereits im Juli vertrocknet aus. Die Blätter wurden vom Rand her braun, kräuselten sich und kurze Zeit verloren die Bäume die Blätter. Da es gegen den Schädling, die Kastanienminiermotte, leider keinen natürlichen Widersacher und auch keine Gegenmittel gibt, hilft nur das Eingreifen des Menschen. „Nur das vollständige Aufsammeln der Blätter, in denen die Schädlinge überwintern, verschafft den Kastanien eine kleine Verschnaufpause“, erläutert SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann, „Die Kastanien, deren Blätter seit sechs Jahren gesammelt werden, zeigen einen geringeren Befallsgrad und können somit mehr Nährstoffe für sich sammeln“.

Wenn alle Blätter am Boden liegen, ist es Zeit, zum Laubbesen zu greifen und das Kastanien-laub zu entfernen. Hier brauchen die Kommunen die Hilfe der Bürger. Zwar sorgen die Kom-munen für den Abtransport des meisten Laubes. Aber hier geht es um jedes einzelne Blatt! Denn in jedem Kastanienblatt können bis zu zehn Puppen der Motte überleben und im kommenden Jahr 100.000 Nachkommen haben.

Die Entsorgung erfolgt am zuverlässigsten über eine professionelle Kompostierung oder Verbrennung, rät die SDW. Die eigene Kompostierung im Garten reicht wegen zu geringer Temperaturen nicht aus, um die Puppen abzutöten.

Jeder kann alleine oder mit der Familie oder Freunden aktiv werden. Die Kommunen bieten entweder Säcke zum Abtransport an oder holen die beschrifteten Laubsäcke extra ab.

Leider hat sich in diesem Jahr gezeigt, dass auch ein Bakterium namens Pseudomonas syringae den Kastanien zusetzt und sie sogar zum Absterben bringen kann. Damit die Kastanien diese neue Gefahr überleben können, muss man versuchen, ideale Rahmenbedingungen für die Bäume zu schaffen und Stresssituationen (Austrocknung) zu vermeiden. Kastanien lieben gut durchlüftete Böden mit hohem Humusgehalt. Bedingungen, die in Städten oft nicht gegeben sind.

„Hier liegt eine große Herausforderung für das Grünmanagement der Städte, damit in Zukunft nicht alle Kastanien aus dem Stadtbild verschwinden“, sagt SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann.

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V.

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Pressereferentin: Sabine Krömer-Butz