Streusalz schädigt Stadtbäume massiv
Streusalz schädigt die Straßenbäume in vielfacher Weise. Trotzdem wird auch heute noch bei Schnee und Eis oft zu schnell zum Salz gegriffen. Dies hält die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW)  für falsch und fordert die Kommunen und Privatleute auf, nur zum Streusalz zu greifen, wenn es unbedingt erforderlich ist. Länder wie Österreich oder die Schweiz, die viel Erfahrung mit Schnee und Eis haben, bevorzugen zu vielen Zeiten den Einsatz von Splitt.

Neben der direkten Schädigung an der Baumoberfläche führt die Aufnahme des salzreichen Bodenwassers zum Absterben von Zellen, die für den Wasser-/Nährstofftransport in den  Bäumen zuständig sind. Sichtbar werden die Schäden im Sommer durch braune und abgestorbene Blattränder. Außerdem verändert der Eintrag der Salze das Bodenleben wesentlich. Bodenverschlämmung mit zu wenig Bodenluft und ein verarmendes Nährstoffangebot sind die Auswirkungen. Die für Bäume lebenswichtigen Pilze und Kleinlebewesen sterben ab.


Zählt man die Folgekosten von starken Salzmitteleinsatz wie Standortverbesserung und Revitalisierung der Bäume bei der Kostenrechnung mit, halten sich die Kosten wie die Experten des AK Stadtbäume der GALK (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz) festgestellt haben, im Vergleich zum Einsatz von Splitt die Waage.

Die SDW fordert die Privatleute auf, zu prüfen, ob ein Einsatz von Splitt möglich ist und nur bei Glatteis Streusalz zu verwenden. Auch der sparsame Einsatz ist bereits eine bessere Alternative. Wenn Salz gestreut wird, dann nur dort, wo Menschen gehen. Außerdem soll der Schnee von gestreuten Straßen nicht auf die Baumscheibe geschaufelt werden, da sonst noch größere Mengen Salz in den Boden des Baumes gelangen.

Die SDW fordert von den Kommunen einen „differenzierten“ Winterdienst. Streusalz soll nur dort eingesetzt werden, wo der Verkehr ohne Salzeinsatz einer wesentlich höheren Gefahr ausgesetzt wird, also an Steigungen oder verkehrsreichen Straßenabschnitten.